Charpentier – Te Deum

Sonntag, 16. Oktober, 18 Uhr, Melanchthonkirche Stockach, Eintritt frei, Spenden

  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847): Jauchzet dem Herrn, alle Welt (Text: Psalm 100)
  • Marc-Antoine Charpentier (1643 – 1704): Te deum
  • Maurice Duruflé (1902 – 1986): Notre père
  • Gabriel Fauré (1845 – 1924): Cantique de Jean Racine
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847): Verleih uns Frieden (Worte von Martin Luther)
  • Josef Rheinberger (1839 – 1901): Abendlied

Das Te Deum wird dem Spätwerk Marc-Antoine Charpentiers (geb. um 1643 in Paris, gest. 1704 in Paris) zugeordnet und wurde im August 1692 in Paris uraufgeführt. Zu dieser Zeit wirkte Charpentier als Kapellmeister an der Jesuitenkirche St. Paul-St. Louis Kirche, die von Kritikern als “leglise de l`opera” bezeichnet wurde und zu einem der kirchenmusikalischen Zentren Frankreis zählte. Die große Orchesterbesetzung und der konzertante Stil machen das Te Deum zu Charpentriers aufwenigstem Kirchenmusikwerk. Der Form nach ist es eine “grand motet”, die auf dem Höhepunkt des französischen Barock gepflegt wurde. Das vokale Werk basiert auf dem Ambrosianischen Lobgesang, der mit Te Deum laudamus, (Dich, Gott, loben wir) beginnt.
Das “Prélude” des Te Deums wurde als Eurovisionsfanfare bekannt. Diese Verwendung hatte großen Anteil an der Wiederentdeckung Charpentiers im 20. Jahrhundert.

In der Barockzeit nahm das Te Deum eine wichtige Funktion in der höfischen Repräsentation ein.
„Die Bedeutung des Te Deum als Danklied (pro gratiarum actione) „bei vielen Gelegenheiten (z. B. Abts- und Äbtissinnenwahlen, Bischofsweihe, Papstwahl, Königskrönung)“ führte zu seiner Verwendung als „akklamatorische Zustimmung“. Ab dem Barock wurde das Te deum „für höfisches und staatliches Zeremoniell“ eingesetzt, wurde aber in Frankreich seit der Französischen Revolution durch die Marseillaise ersetzt.“ (Quelle: Wikipedia; https://de.wikipedia.org/wiki/Te_Deum)

Aufführende:
Nellenburg – Ensemble und Kammerchor Stockach unter Leitung von Stefan Gräsle